Netzwerk und Austausch: Einheitliche Ansprechstellen im Fokus einer Inklusions-Veranstaltung im Biebricher Schloss

Wiesbaden, [02.09.2025] – Unter dem Motto „Netzwerk und Austausch: Besserer Workflow für mehr inklusive Beschäftigung“ lud der Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, Andreas Michael Winkel, am 2. September in das Biebricher Schloss. Ziel der Veranstaltung war es, die Zusammenarbeit verschiedener Akteure im Bereich der inklusiven Beschäftigung zu stärken und neue Ansätze für eine gelingende Teilhabe am Arbeitsmarkt zu entwickeln.

Besonders sichtbar war die Rolle der Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber (EAA): Zwölf Vertreterinnen und Vertreter aus Hessen nahmen persönlich teil und unterstrichen die wachsende Bedeutung der EAA als Bindeglied zwischen Betrieben und Leistungsträgern. Sie bieten Arbeitgebern praxisorientierte Unterstützung und tragen entscheidend dazu bei, dass Inklusion im Berufsleben gelingt.

Auftakt im Gesprächskreis

Nach der Begrüßung durch Moderatorin Petra Boberg eröffnete eine Gesprächsrunde den Tag. Neben Andreas Winkel nahmen Sozialministerin Heike Hofmann, Olaf Guttzeit (UnternehmensForum), Dr. Stefan Hoehl (Vereinigung der Hessischen Unternehmerverbände), Clemens Volkwein (HessenChemie), Thomas Niermann (LWV Hessen Integrationsamt) und Stephen Spieker (Agentur für Arbeit Wiesbaden) teil. Auch Yasin Yücel, ein Mitarbeiter in einem Supermarkt, brachte die Perspektive aus Sicht der unmittelbaren Betroffenheit ein. Dabei wurde deutlich: Arbeitgeber sollen die bestehenden Hilfsangebote stärker nutzen, Hessen setzt klare Schwerpunkte in der Förderung von Teilhabe, und für Unternehmen bleibt die Suche nach geeignetem Personal eine große Herausforderung.

Vortragsreihe mit EAA-Schwerpunkt

Im Anschluss folgte eine Vortragsreihe mit praxisnahen Impulsen: Der Arbeitgeber Alem Terzic berichtete von der erfolgreichen Integration eines behinderten Kriegsflüchtlings. Prof. Dr. Felix Welti beleuchtete die gemeinsame Verantwortung aller Akteure im inklusiven Arbeitsmarkt. Besonders hervorgehoben wurde der Beitrag der Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber: Marie-Louise Puls und Aline Schütz zeigten eindrucksvoll, wie die EAA Potenziale freisetzen und Arbeitgebern den Zugang zu Fördermöglichkeiten erleichtern.

Workshops: Ideen für mehr Teilhabe

Nach der Mittagspause arbeiteten die Teilnehmenden in acht thematischen Arbeitsgruppen. Die Schwerpunkte reichten vom Übergang Schule-Beruf über theoriereduzierte Ausbildung bis hin zu Bürokratiehürden und inklusiver Unternehmenskultur. Dabei zeigte sich, dass gerade kleine und mittelständische Betriebe von der Begleitung durch die EAA profitieren können – sei es durch Beratung, Sensibilisierung oder konkrete Hilfestellungen bei Einstellungen.

Fazit

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen wurden am Nachmittag zusammengetragen und verdeutlichten: Inklusion gelingt am besten, wenn viele Akteure an einem Strang ziehen. Die Veranstaltung im Biebricher Schloss war ein starkes Signal für mehr Zusammenarbeit – und machte zugleich klar, dass die Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber eine Schlüsselrolle für den Erfolg inklusiver Beschäftigung in Hessen und darüber hinaus spielen.
 

Die Kontaktdaten Ihrer Einheitlichen Ansprechsstelle vor Ort finden Sie hier.

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v.l.n.r.: Aline Schütz (EAA Frankfurt), Larissa Albohn (EAA Gießen), Nicole Gattschau (Integrationsamt), Sadika Alemi (EAA Hochtaunuskreis), Andrea Karger-Becker (EAA Limburg-Weilburg), Noah Prodan (EAA Frankfurt), Yücel Akdeniz (EAA Darmstadt & Darmstadt-Dieburg), Susanne Tölzel (EAA Wiesbaden und Rheingau-Taunus-Kreis), Johanna Mahr (EAA Fulda & Vogelsbergkreis), Marie-Louise Puls (EAA Main-Kinzig-Kreis), Luigi Beltempo (EAA Darmstadt & Darmstadt-Dieburg), Kilian Ehrlich (EAA Marburg-Biedenkopf), Christof Groß (EAA Main-Taunus-Kreis)